Betriebsratswahl 2014 bei Audi Neckarsulm

 Früher wurde für anstehende Betriebsratswahlen an den Toren des Werkes noch geworben.

 

Heute?

 

... verteilen sie vom Unternehmen gesponserte Wasserflaschen (von der Fahrzeugauslieferung, nicht zu vergessen die damit verbundene Zeit der Vertrauensleute), in den schön gewärmten Hallen in der Nähe ihrer Büros!

 

Bitte nicht falsch verstehen. Das Unternehmen kann jeden Tag Wasserflaschen verteilen, das fänden wir spitze, bloß sollte man in der Wahlphase behutsamer damit umgehen, um nicht falsche Signale an die Belegschaft zu vermitteln.

 

Auch dass man die zurückliegenden Gruppengespräche dazu genutzt hat, um über die Vertrauensleute der anderen Fraktion gegen die CGM & Freie Metaller anzugehen, geht nicht in Ordnung. Die Gruppengespräche sind dafür da, um Probleme in der Gruppe oder im Arbeitsablauf/Verbesserungen zu diskutieren und nicht Wahlpropaganda der anderen Fraktion zu machen und über das Unternehmen finanzieren zu lassen.

 

Auch die eigenmächtige Produktionsabschaltung im Karosseriebau von der BR-Spitze nach der Listeneinreichung ist mehr als bedenklich.

 

Unser Bestreben war immer schon eine Abteilung zu betreuen oder verstärkt in den Kommissionen und Ausschüssen mitzuarbeiten, dies wurde uns aber immer wieder verwehrt.

 

Genauso haben wir auch das Öfteren unseren armen Betriebsratskollegen, die einen angeblich 12- oder 14-Stunden-Tag haben, angeboten, uns doch bitteschön mit ins Boot zu nehmen, damit wir sie unterstützen und ihnen ein wenig Arbeit abzunehmen. Auch dies wurde uns verwehrt und mit einem Lächeln abgetan.

 

Sicherlich kommt dann noch kurz vor der Wahl ein Flugblatt, deren Inhalt dann wahrscheinlich wieder nur eine schmutzige Kampagne gegen uns ist. Jeder sollte sich hierüber seine eigene Meinung bilden.

 

Drei Jahre lang auf die Bremse treten (beim Unternehmen gut Wetter machen) und erst jetzt, als wir auf unserer Homepage erwähnt haben, dass man sich an die 5%-Vereinbarung (der direkten Mitarbeiter) zur Leiharbeit hätte halten sollen, um die Übernahme schon viel früher zu forcieren, wird versucht, bei jeder Sitzung eine Taktik zurechtzulegen, um die Belegschaft zu verwirren.

 

Wir haben bei jeder Gelegenheit gefordert, auch die branchenfremden Leiharbeiter zu übernehmen. Diese Forderung wurde bis zum Schluss von der anderen Fraktion nicht unterstützt, letztlich haben sie unserem Druck nachgeben müssen.

 

Deshalb unterstützt uns mit eurer demokratischen Stimme

 

und wählt die "Liste 2" (CGM & Freie Metaller)

 

 

 

  

Märchenstunde bei Audi Neckarsulm

 

             Eine Fabel-Geschichte der IGM-Betriebsräte

 

 Zunächst einmal möchte ich die mir am häufigsten gestellten Fragen beantworten.

 

Ja, es darf jeder wählen, auch die Kolleginnen und Kollegen, die in keiner Gewerkschaft organisiert sind!

 

Nein, die Mitgliedschaft bei einer Gewerkschaft verpflichtet niemanden, seine Stimme auch dieser Gewerkschaft zu geben!

 

Ja, die Wahl ist geheim!

 

  Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

jeder ist für seine Stimme selbst verantwortlich, deshalb lasst euch von niemand bevormunden!

 

Lasst euch mal durch den Kopf gehen, wo unsere Abteilungsbetriebsräte die letzten vier Jahre waren. Und was sie alles für die Belegschaft gemacht haben. Die Zeit, die sie sich jetzt vor der Wahl nehmen, um für euch da zu sein, ist nach der Wahl so schnell weg, wie sie jetzt plötzlich eingeführt worden ist. Und wie wir in den letzten Jahren verstärkt durch die Nachrichten mitbekommen haben, dass die Menschen in den Ländern, die mit ihrer Meinung bevormundet wurden, sind diese Regierungen  alle abgewählt worden. Siehe den Arabischen Frühling oder jetzt ganz aktuell die Auseinandersetzung in der Ukraine. Diese Menschen wollen alle wählen dürfen, um in einer Demokratie zu leben, ohne in Gruppengesprächen von den Vertrauensleuten bevormundet zu werden. Genauso wurde versucht, die Gruppenleiter zu beeinflussen.

 

Lasst euch von niemanden erzählen, wen ihr zu wählen habt.

 

Die Grundgedanken unserer Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktion sind immer wieder spannend zu lesen. Um die Aufmerksamkeit von sich und ihrem Nichtpräsentsein vor Ort zu verschleiern, werden jetzt verstärkt Märchen erzählt. Das die Belegschaft aber aus dem Alter raus ist und diesen respektlosen Umgang mit sich nicht mehr duldet, werden die Kolleginnen und Kollegen nach der Wahl spüren. Wir werden versuchen, einige Punkte zu widerlegen, die uns CGM-Betriebsräten und unserer gemeinsamen neuen Liste mit den Freien Metallern vorgeworfen werden.

 

Rekordbeschäftigung

 Finden wir auch super!

 Bloß frisieren wir unsere Wahlkampagne nicht damit auf und behaupten nicht wie die andere Fraktion, dass wir dafür verantwortlich sind. Denn vieles wird vom Markt geregelt. Wenn es denn so wäre wie behauptet wird, wäre Deutschland zu 100% gewerkschaftlich organisiert und nicht nur zu 20%.

 Audi-Erfolgsbeteiligung, Altersteilzeit und Übernahme Auszubildende usw.,
das sind Errungenschaften, die zu einem großen Teil auf den Verzicht der Belegschaft im Zuge der ERA-Einführung auf insgesamt 2,7% mehr Lohn beruhen und die uns alle sehr viel Geld gekostet haben. Sich jetzt hinzustellen und dies als Erfolg der Gewerkschaft zu deklarieren, was die Belegschaft finanziert hat, ist respektlos!

 Da ja die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktion gerne rechnen, können sie, wenn sie sich dann trauen, es euch gerne mal vorrechnen, wieviel % mehr Geld das heute mittlerweile wäre, auf das ihr verzichtet habt.

 

 Pausenregelung

 Auf dem Papier klingt sie super, bloß haben viele in der Realität keinen Vorteil. Vorort an der Basis bei den Mitarbeitern, die davon betroffen sind, kommt sie nicht an. Es ist nicht im Interesse von schwer arbeitenden Menschen, ob 2 Minuten der Pausenzeit in Zukunft bezahlt werden oder nicht, sondern dass die Pausen länger werden und nicht kürzer. Umso respektloser finde ich, dass 1 Minute Pausenzeit im Zuge der neuen Regelung übrig bleibt, die dann natürlich für das 5-Minuten-Infogespräch genommen wird, anstatt die Kolleginnen und Kollegen zu entlasten.

 

 Investitionen finden auch wir super!

 Wagenmontage A13, Lackiererei, Motorenprüfzentrum und all die anderen Punkte, die ein Unternehmen investiert, ist zum großen Teil im Interesse des Unternehmens und nicht weil die andere Fraktion es gefordert hat. Diese ellenlange Auflistung der neuen Investitionen am Standort dient zum großen Teil nicht den Kolleginnen und Kollegen, sondern dem Unternehmen, um schneller mehr Autos zu produzieren und wie es scheint, der Wahlpropaganda!

 KVP 

 Dieses Thema wird jetzt kurz vor der Wahl wieder aufgekocht, um Stimmung zu machen. Das Reklamationsrecht ist ja nicht neu eingebracht, es ist genauso alt wie der KVP-Prozess. Habt ihr einen Abteilungsbetriebsrat der anderen Fraktion davon erzählen, oder geschweige denn jemals davon Gebrauch machen sehen?

 Im Gegenteil, einige Abteilungsbetriebsräte loben sogar das KVP-Team, freitags bei der Vorstellung in B 16 und alle Beteiligten klatschen danach Beifall, obwohl 1 oder 2 Kolleginnen und Kollegen eingespart wurden!

 Wasserspender

 In innovativen Firmen gibt es Wasserspender seit zwanzig Jahren in voll klimatisierten Produktionshallen und nicht nur für die Stammbelegschaft, sondern für alle in der Produktion Mitwirkenden, egal ob Leih- oder Werkarbeiter. Nicht vorstellbar, in anderen Betrieben kann man sogar im Betriebsrestaurant Wasser zu seinem Tagesmenü umsonst trinken.

 Sind wir hier Premium?

 Deshalb brauchen wir für solche Errungenschaften, mit denen man kurz vor der Wahl hausieren geht, Betriebsvereinbarungen. Hauptgrund hierfür war die Arbeitsstättenverordnung 3.5.

 In anderen Firmen ist es selbstverständlich.

 

Hitzeregelung

 Eine Betriebsvereinbarung abzuschließen, die Entwärmungspausen vorsieht, sollte auch die anschließende Bandgeschwindigkeit regeln. Wenn ich nach der Entwärmung rennen muss wie ein Irrer, um die ausgefallenen Autos aufzuholen, bringt mir die Entwärmung wenig.

 Lustig finde ich auch, dass die in ihrer Kampagne den Mut haben, zu erwähnen, dass wir keine Betriebsvereinbarung (BV) mitgestalten. Fakt ist, dass alle BV in der Fraktion entschieden worden sind und nicht, wie es vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird, im Gremium. Diese Menschen sind nicht nur euch Wählern gegenüber respektlos, diese Menschen scheren sich auch einen Dreck um die geltenden Gesetze der Bundesrepublik Deutschland.

 Außerdem werden unsere Vorschläge und Ideen als nicht machbar in den Sitzungen abgeschmettert, um nach einer gewissen Zeit als eigene Idee der anderen Fraktion umgesetzt und kommuniziert zu werden. Als exemplarisches Beispiel, die Rückseite des CGM-Kalenders mit der Auflistung der Zuwendungen, der mittlerweile auch schon kopiert worden ist!

 Trotz aller Versprechen und Forderungen bei den Aktionen vor den Tarifverhandlungen und dessen Ergebnissen, schwenken wir gerne unsere "blass blauen Fahnen", wenn es um die Belange der Kolleginnen und Kollegen geht.
Das hat was mit Respekt zu tun!

 Wir haben in den letzten Jahren eindrucksvoll erlebt, wieviel eine Betriebsvereinbarung über Jahresproduktionsfestschreibungen wert ist, die geschlossen wurde. Bei der kleinsten Schwankung im Westeuropäischen Markt haben wir die Produktion für eine Woche stilllegen müssen, trotz der zugesicherten Stückzahlen in diversen Betriebsvereinbarungen. Also weder die so starke Gewerkschaft, noch die Betriebsvereinbarung konnten die minus 35 Stunden auf den Zeitkonten der Belegschaft verhindern. Deshalb brüsten wir uns nicht mit Themen, die ausschließlich vom Markt geregelt werden. Zudem diese eindrucksvoll präsentierten Betriebsvereinbarungen, sei es Jahresproduktionszahlen oder die Beschäftigungssicherung, immer eine Ausstiegsklausel haben, die aber nie kommuniziert werden.

 Nur Volumen-Produkte sichern nachhaltig Beschäftigung und Standort!!!

 

 Heinz Eyer

 Zur Person Heinz Eyer: Er war nicht alleine in der Vertrauenskörperleitung und die Arbeit, die hier geleistet wurde, war so schlecht nicht. Allerdings gab es oft nicht die nötige Unterstützung.

  

 Liebe Kolleginnen und Kollegen, jeder ist für seine Stimme selbst verantwortlich, deshalb lasst euch von niemand bevormunden! Überlegt gut, und geht wählen!

 Niemand kann doch allen Ernstes über uns CGMler und Freien Metaller behaupten, dass wir nichts taugen, ohne dass wir die Mehrheit der Stimmen, bzw. die Mehrheit im Betriebsratsgremium hatten, oder eine Abteilung zur Betreuung. Wir waren in der Vergangenheit und sind in der Zukunft immer bereit, diese Anschuldigungen zu widerlegen und in allen Kommissionen und Ausschüssen mitzuarbeiten und auch Abteilungen zu betreuen.

 
"Märchenstunde bei Audi"     Dieser Beitrag wurde durch die CGM und Freie Metaller geschrieben.

 

  

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

an den Gerüchten das Heinz Eyer nicht mehr auf der gemeinsamen Liste mit der CGM als Freier Metaller kandidiert, ist nichts dran!

 

Das sind leider Gerüchte, die in Umlauf gebracht werden, von Menschen die Angst vor Veränderungen haben.

 

Zur Zeit werden jeden Tag viele Neuigkeiten über uns verbreitet, die nicht der Wahrheit entsprechen. Leider!

 

 

 

 

Am 04.12.2013 war bei Audi in Neckarsulm der Termin zur Listenabgabe für die Betriebratswahl 2014.

Wir haben unsere Liste fristgerecht eingereicht.

Nach der Listenüberprüfung am 05.12.2013 haben wir am 06.12.2013 leider nur den

2. Listenplatz gezogen.

 

 

Christliche Gewerkschaft Metall & Freie Metaller

 

Um eine 3. Liste zu verhindern, haben wir uns mit den Freien Metallern zusammengetan,

damit wir uns gegenseitig keine Wählerstimmen wegnehmen.

Wir versprechen uns davon, mehrere Kolleginnen und Kollegen ins Betriebratsgremium zu bekommen

und durch eine starke, zweite Fraktion mehr für die Belegschaft erreichen zu können.

Deshalb bitten wir um Eure Stimmen!

Hier unsere Kolleginnen und Kollegen, die sich zur nächsten Betriebsratswahl 2014 stellen: 

 

          Robert Kurka

           Heinz Eyer, Freie Metaller

           Jürgen Trottmann

           Erika Pieper

          Martin Walzer

          Selcuk Akinci

          Otto Matter

          Verena Trottmann

          Armin Siber, Freie Metaller

          Carmen Schäffer

          Michael Köppen, Freie Metaller

          Ulrich Sailer

          Jürgen Riedinger, Freie Metaller

          Oliver Hildebrand

          Thomas Frey

          Reiner Zink

          Thomas Maier

        

          Helmut Schoch

          Martin Stutz

          Nicole Most

         

          Markus Reiter

          Christine Jahn

 

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